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June 02, 2007 - Press Release: Erste Transplantation eines künstlichen Herzen „Made in Italy“

PAVIA (2. Juni) – Zum ersten Mal ist ein künstliches Herz transplantiert worden, das komplett von einem italienischen Team realisiert wurde. Der Eingriff wurde an der Poliklinik San Matteo in Pavia von einer Gruppe von Professor Mario Viganò geleiteten Medizinern durchgeführt. Der sechzigjährige Patient stammt aus Mittelitalien. Der Eingriff dauerte vom frühen Morgen bis in den Nachmittag hinein. Der Mann stand wegen einer dilatativen Kardiomyopathie seit langer Zeit auf der Warteliste für eine Herztransplantation. Da kein kompatibler Herzmuskel gefunden werden konnte, hat sich das Team von San Matteo dafür entschieden, das neue künstliche Herz einzusetzen, das über ein mechanisches System der neuesten Generation verfügt. Der Eingriff war ein voller Erfolg.

“Die Grundlagenforschung hat vor beinahe 20 Jahren begonnen“, so erklärte Paolo Ferrazzi, Koordinator des medizinischen Teams, welches das Gerät vollendet hat, und Direktor der Abteilung für kardiovaskuläre Medizin und Forschung der Vereinten Krankenhäuser von Bergamo. „Zu wissen, dass in einer italienischen Spezialklinik das erste Kunstherz Made in Italy implantiert wurde, ist die Erfüllung eines Traumes“.

"BestBeat", so der Name des Unterstützungssystems, wurde vom Institut für klinische Physiologie des Nationalen Forschungsrates in Pisa realisiert. Es ist das dritte Mal, dass es transplantiert wurde: die ersten beiden Operationen sind vor knapp über einem Monat in Deutschland und Frankreich durchgeführt worden.

Der Mechanismus wiegt 560 Gramm, besteht aus einem elektromagnetischen Motor, einem Polyurethanbeutel sowie einem Metallteller und ist komplett mit Titan überzogen.
Indem ein physiologischer Arteriendruck erzeugt wird, kann er mit pulsierendem Blutstrom arbeiten. Durch diese Charakteristika kann das System auch unter Kompensationsstörungen leidenden Patienten implantiert werden und damit neue therapeutische Perspektiven eröffnen: Denn sofern es die Umstände erlauben, wird sogar die Anwendung von regenerativen Therapien der Herzfunktion möglich.

 

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